Osteopathie in der Frauenheilkunde

In der Frauenheilkunde gibt es eine Vielzahl funktionell bedingter Beschwerden. Sehr oft findet man eine Verminderung in der Mobilität von Organen und deren Umgebung, entstanden durch Entzündungen, Schwangerschaft und Geburt, Operationen, Traumen und hormonellem Ungleichgewicht. Gerade die Organe im kleinen Becken können durch einen Mobilitätsverlust Auswirkungen auf den gesamten Körper haben:

  • Wirbelsäulenprobleme mit Ausstrahlungen in die Schultergelenke
  • Ischialgien
  • Knieprobleme
  • Nieren und Blasenbeschwerden
  • Funktionelle Inkontinenz nach Geburt und in der Menopause
  • Beschwerden vor, in und nach der Menopause.

Eine Osteoporose ist durch die Osteopathie nicht zu beheben.

Ein weiteres Betätigungsfeld der Osteopathie in der Frauenheilkunde sind alle funktionellen Beschwerden bei:

  • Menstruationsbeschwerden
  • Prämenstruelles Syndrom (PMS)
  • Gespannter unterer Bauch oder aufgetriebener Bauch
  • Verstopfung
  • Schweregefühl bzw. Schmerzen im kleinen Becken
  • Taubheitsgefühl im Leistenbereich und Oberschenkel

Bei einer Endometriose (versprengtem Gebärmuttergewebe) lässt sich durch Einflussnahme auf Verklebungen dieses Gewebes eine Schmerzlinderung erreichen. Die Endometriose selbst kann durch die Osteopathie nicht behoben werden.

Patientinnen mit einer Krebserkrankung sind nur in seltenen Fällen osteopathisch zu behandeln, da durch die Behandlung die Krebszellen im Körper gestreut werden können. Patientinnen, deren Krebserkrankung länger als 5 Jahre und ohne Metastasierung verlaufen können osteopathisch behandt werden, da man davon ausgeht das die Krebserkrankung ausgeheilt ist.

Begleitung während und nach der Schwangerschaft

Die osteopathischen Behandlungen werden ab dem 3. Schwanger­schaftsmonat sehr behutsam und ohne Schmerzprovokation ausgeführt.

Nach Geburten zeigen sich nicht selten Veränderungen im Bereich des Kiefers und der Zähne, auch die Zwerchfellatmung kann verändert sein und somit die Funktion der Bauchorgane stören, was wiederum einen negativen Einfluss auf die Organe im kleinen Becken haben kann, auch die Nervenversorgung des Zwerchfells kann zu Irritationen im Brustraum, der Halswirbelsäule der Oberbauchorgane und einem Teil des Darms führen.