Kinder Osteopathie und Neugeborenen-Screening
Die besonderen Bedingungen beim Kleinkind haben Einfluss auf die Behandlungsmethoden des Therapeuten, der Osteopathie betreibt.
Die mechanischen Faktoren der Geburt können zu Störungen im kindlichen Körper führen. Es geht darum, die verschiedenen direkten oder adaptiv erworbene Dysfunktion aufzufinden, nach und nach das Gewebe zu modellieren und Spannung zu korrigieren. Auch wenn die Kräfte vor allem auf den Kopf- und Halsbereich einwirken, können sie dennoch über den Schädel entlang der Wirbelsäule bis hin zum Becken in den unterschiedlichsten Strukturen und deren Funktionen Folgen zeigen.
Behandlungsbeispiele der Kinder Osteopathie
Allergien, Asthma, Augenprobleme (Schielen, Hornhautveränderungen, verschlossener Tränenkanal), Entwicklungsverzögerungen, KISS-, Drei-Monats-Koliken, Unfallfolgen, Asymmetrien (Kopf, Wirbelsäule, Becken, Sprachstörungen, Kieferprobleme, Zahnfehlstellungen und fehlerhafte Anlagen, Wachstumsstörungen, Fußfehlstellungen, Verdauungsprobleme (außer Tumore und Geschwüre), Geburten unter Medikamenten, Saugglocke, Zange, Kaiserschnitt, Sternengucker, Beckenendlage, Schulterlage, Saugprobleme, Schreikinder, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Schiefhals, Schwallerbrechen, Frühchen, Schädeldeformitäten usw.
Osteopathisches Neugeborenen-Screening
Eine Befundung und Behandlung durch einen erfahrenen Kinderosteopathen kann in den ersten Lebenstagen/ Wochen den Weg einer gesunden Entwicklung positiv beeinflussen. Dies kann als Prophylaxemaßnahme gesehen werden, um weiteren funktionellen Problemen, die durch die Geburt entstanden sind, entgegen zu wirken. Innerhalb dieser Maßnahme wird der Geburtsstress abgebaut, was den Umgang mit dem Kind erleichtert. In anderen europäischen Ländern wird dieses Screening bereits seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert. Das Screening ist eine Ergänzung zu den ärztlichen U-Untersuchungen.

